33.Tag. HikerTown 1.5.

Heute Abend sitze ich mit einer ganz illustren Runde zusammen. Ein Inder der aussieht wie ein Guru. Ein Mexikaner der dauernd irgendetwas von fuck redet. Zum Glück verstehe ich nicht alles. Ein amerikanischer Ingenieur ( Dale). Mit Ihm werde ich morgen Nachmittag in die Mojave Wüste starten, und noch 3 junge Amerikaner welche ich oft auf dem Trail sehe.      Heute morgen wachte ich unter den Föhren auf dem Berg auf. Ich hatte sehr gut geschlafen und als der Wecker um 5 Uhr mich aus dem Schlaf holte war das wirklich blöd. Mein Tagessieg war ca. 19 Meilen weiter am Rand der Mojave Wüste bei Hiker Town. Ich wollte möglichst um 3 Uhr Nachmittags dort sein. Wäsche waschen, Duschen,  Verpflegung bis Tehachapi organisieren. Bis dort erlebte ich jedoch wieder viele sehr schöne Naturerlebnisse. Vom Bergwald bis zu den Wiesen am Rande der Wüste. Es ist unglaublich welche Vielfältigkeit die Natur hier bieten kann.  In Hiker Town wartete auch ein Paket mit essen auf mich, welches ich in Wrightwood abgeschickt habe. Das Essen ist kein Problem. Ich habe jetzt genug davon. Wasser ist das grosse Problem. Vom hier bis Tehachapi mit ca. 50 Meilen gibt es eine einzige Wasserstelle. Ein weiteres Problem sind die aggressiven Mojave Klapperschlangen. Das Ziel ist es morgen Vormittag möglichst viel zu essen und trinken. Danach starten wir Mitte Nachmittag und brauchen bis Tehachapi ca. 2.5 Tage.  

Trockene Weideflächen in der Mojave

Bergwald oberhalb der Mojave

Wasserstelle in den Bergen. Wasser muss gefiltert werden.


Noch eine Anekdote zum Green Valley: Vorgestern hatten Candido und ich wieder unser Auto von Terry im nächsten Tal zur Verfügung. Candido ging noch einmal zurück und ich wanderte weiter. Er würde dann nachfolgen. Wir gingen aber dennoch zu Besuch zu den Andersons im Green Valley. Das ist eigentlich sehr sehenswert. Die Andersons helfen den jungen Leuten auf dem PCT. Sehr gut. Alle sassen unter Bäumen vor dem Haus. Die einen tranken Bier. Die anderen rauchten, was auch immer!!  Eine Frau hatte ein durchsichtiges Tüllkleid mit roten Rüschen über dem  T Shirt an. Eher für eine samiklaus Party der besonderen Art geeignet. Die Männer trugen eher etwas wie ein Hawaii Hemd. Neben dem Haus stand ein VW Käfer uralt. Also das war nun gar kein Ort für einen ehemaligen US Marines und einen ehemaligen Soldat der Schweizer Armee und wir beschlossen hier bei diesen Aussteigertypen sicher nicht zu bleiben.  ( make Love, not war) 

2 Kommentare zu „33.Tag. HikerTown 1.5.

  1. Hoi Martin

    Haha!! Ich war ganz kurz bei den Andersons. Als ich in Agua Dulce war konnte ich da schnell hinfahren mit jemandem.

    Ich kann mir richtig gut vorstellen wie du dich da gefühlt hast! Köstlich!!!!!

    Bin jetzt in Lake Isabella, hiken geht aber habe es wieder einmal übertrieben da die Strecke von Tehachapi mach Walker Pass fasr immer über 18 Meilen ohne Wasser ist, heute bei 50 grad!!

    Ich mache nun einen Zero Day und dann geht es ganz langsam Richtung Kennedy Meadows! Bin sicher wir sehen uns da! Werde jedoch die Sierra zu 90% nicht gehen und stattdessen einen Teil des California Coast Trail wandern.

    Bis gli

    Sara

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    1. Hoi Sara. Sonst kommst du bei Gelegenheit in der Schweiz zum Kaffee. Ich starte morgen ab Tehachapi. Habe heute meine Sierra Ausrüstung nach Kennedy Meadows geschickt. In der Wüste ist es wirklich extrem heiss. Laufe oft nachts. Rattelsnackes hin oder her. Ich wünsche dir ein schönes Abenteuer. Gruss Martin.

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