102.Tag  Alamos Fire 9.7.

Am Abend habe ich im Fernsehen schon gehört dass in der Gegend diverse Wald und Buschbrände ausgebrochen seien. Eine Strasse war auch schon gesperrt. Weiter nichts. Am Morgen war ich dann doch überrascht. Überall Asche. Mein Auto war wie gepudert und der Himmel teilweise ganz gelblich. Ein riesiger Buschbrand war das „Alamos Fire“ und dieses hatte sich stark ausgebreitet. Etwa 30 km weiter im Norden. Also auf meiner Reiseroute. Nach gut 30 min. auf dem Highway wollte ich ausfahren um ein paar Bilder zu machen. 2 Feuerwehrleute waren jedoch vor Ort um wie sie sagten einen Landeplatz für den K-Max Helikopter vorzubereiten. Ich wäre gerne auf den Hügel gelaufen um ein paar Bilder zu machen. Das sei jedoch zu gefährlich!!! Also keine interessanten Bilder. Nur Rauch. Auf dem Weg nach Norden konnte ich dann auch immer wieder Feuerwehrfahrzeuge sehen die auf dem Weg zum Einsatzgebiet waren. Ebenfalls war die halbe US Armee auf dem Weg nach Süden und das an einem Sonntag. Vielleicht um der Feuerwehr zu helfen. Ich weiss es nicht. Um 4 Uhr war ich dann auf dem Flughafen in San Francisco um Ursula abzuholen. Ich habe mich wirklich gefreut. 

Ein Löschflugzeug für die Brandbekämpfung landet auf einem nahen Flugplatz.

Der Himmel ist voller Rauch.

101.Tag  Energie aus der Sonne 8.7.

Eigentlich wäre ich mit 2 Damen zu einem Zmorgä verabredet. Da das Restaurant jedoch erst um 9 Uhr öffnet ist mir das zu spät. Ich muss weiter, da ich morgen Nachmittag in San Francisco mit einer anderen Dame verabredet bin, mit „meiner“ Ursula. Die Distanzen in Amerika sind einfach gewaltig. Heute möchte ich bis an die Pazifikküste und dann noch ein wenig nach Norden. Es hätte mich auch gereizt durch das Death Valley zu fahren, aber im Mietvertrag von Auto steht dass sie dann für irgendwelche Schadensfälle nicht haften, zu heiss. Ich denke jedoch viel heisser wird es dort auch nicht sein als hier. Der heutige Tag ist eigentlich schnell erzählt. Autofahren, den ganzen Tag. Unterwegs in der Wüste habe ich zu Abwechslung noch ein Heliostat Zentralturm Kraftwerk angeschaut, sehr interessant. In dieser Gegend schaut es manchmal aus wie nach einem Krieg. Verlassene teilweise verfallene Häuser. Hier sind die Leute sicher ärmer als in Küstennähe. Das sieht man auch an den Preisen welche hier überall tiefer sind. Wenn jedoch etwas nicht rentiert oder funktioniert wird es einfach stehengelassen. So gibt es dann diese Ghostcitys, Geisterdörfer. Interessant vorbeizugehen und zu schauen aber ein bisschen gruselig. 

Ein Heliostat Zentralturm Kraftwerk in der Wüste von Nevada.

100.Tag  Hoover Damm 7.7.

Von Mesa aus wollte ich zunächst zum Grand Canyon um dort eine Tour zu machen. Dafür reichte jedoch die Zeit nicht und es war auch zu heiss dafür. Ich möchte nie im Leben in einer so heissen Gegend leben. In Mesa war es gestern 48 Grad Celsius warm. Am frühen Abend als ich hier ankam!!! So ging heute meine Amerika Rundreise weiter zum Hoover Dam auf der Grenze von Arizona und Nevada. Ich wollte den Hoover Dam besichtigen. Ein Staudamm welcher den Colorado River staut und für die Stromproduktion und Wassernutzung in der Landwirtschaft genutzt wird. Gebaut in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Übernachtet habe ich in einem Motel in Boulder City. Rundherum in der Landschaft nur Steine und Geröll. Kein Baum, bestenfalls Stauden. Das Städtchen selber ist recht schön mit vielen Bäumen. Auch hier ist es heiss. Ebenfalls gut 48 Grad. 

Lake Mead beim Hoover Dam.

Blick vom Dam zur nahe gelegenen Highway Brücke

Hoover Dam

Eine Bank wo man im Auto sitzen die Bankgeschäfte erledigen kann. Mit Rohrpost kommen die nötigen Papiere bis ans Auto.

Unterwegs besuchte ich noch ein Museum. Wie die Leute in der Pionierzeit hier lebten.

99.Tag  nach Westen 6.7.

Mein nächster Besuchstermin war heute Abend in Mesa im Bundesstaat Arizona bei Candido Villalobos. Er war mit mit lane Zeit auf dem Trail und hat wegen dem vielen Schnee aufgehört. Also heute stand wieder viel Autofahren auf dem Programm. Jetzt nach Westen. Ich wollte schon lange einmal zum Salton See im Süden Kaliforniens. Und so habe ich die Route entsprechend gewählt. Eigentlich ein künstlicher Süsswasser See ohne Abfluss. Im Laufe der Zeit wurde das Wasser salzig wie im Meer. Dort machte ich noch eine kurze Tour zu einem Aussichtspunkt. Dachte ich. Eigentlich nur 3 Meilen. Ich hatte den Hut im Auto gelassen und nahm auch kein Wasser mit. Beides hätte ich gebraucht. Es war sehr heiss und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Mit dem Nastuch machte ich einen Behelfshut und als ich wieder beim Auto war habe ich fast einen Liter Wasser getrunken. Aber auch dort wieder. Dank künstlicher Bewässerung aus dem Colorado River können sie hier auf grossen Flächen riesige Mengen an Futter und Lebensmittel produzieren. Weiter ging die Fahrt nun nach Phoenix in Arizona. Am Abend kam ich dan bei Candido an und bekam ein gutes Nachtessen und Unterkunft. Candido zeigte mir noch viele Bilder aus seiner Zeit als Marine und border patrol. Fast wie in der Schweizer Armee.  

Temperatur in der Nähe vom Salton See

Dünenlandschaft im Südosten von Kalifornien

Künstliche Bewässerung südlich vom Salton See

Salton See

98.Tag  Wasser für Kalifornien 5.7.

Und weiter geht es nach Süden in Richtung San Diego. Heute am späteren Nachmittag habe ich mit Bernie Bösch zu einem Znacht abgemacht. Für mich auch sehr interessant ist die Tatsache wie gross dieses Land ist. Ich rede nur von Kalifornien. Einfach riesig. Grosse Gebiete werden Landwirtschaftlich nicht genutzt und ist Buschland. Vor allem weil es zuwenig Wasser hat und weil sie nicht mehr produzieren müssen. Unterwegs besuchte ich noch ein Museum und Infocenter welches die Geschichte der Wasserversorgung von Kalifornien erklärt. Von den Anfängen bis in die Neuzeit. Kalifornien hat ein grosses Netz von Aequadukten und Rohrleitungen welches Wasser vom Norden in den Süden bringt. Ebenfalls vom Colorado River nach Westen. Am Abend traf ich dann Bernie in San Diego und konnte auch bei ihm übernachten. Er hat mir oft geholfen und ich konnte ihn im Vorfeld meiner Reise um Tips anfragen. Besten Dank. 

Aequadukt nördlich Los Angeles

Übersichtstafel der verschiedenen Aequadukte im Infocenter

97.Tag   Silikon Valley und Ölförderung 4.7.

Also ab heute beginnt mein Ausflug nach Süden. Ich möchte noch Leute besuchen und meine Zeit nutzen bis Ursula kommt. Am Morgen noch kurz ein Kaffee bei den Two Fish. Danach Richtung Süden. Richtung San Francisco. Unterwegs kamen wir an den Ort Bodega Bay. Hier drehte Alfred Hitchcock im 1963 den Film die Vögel. So machten wir einen stop um die Drehorte anzuschauen. Ich habe den Film irgendwann einmal gesehen und habe noch einige Bilder im Kopf. Sogar die Telefonkabine in die sich die Schauspielerin flüchtet gibt es noch. Am frühen Nachmittag holte ich mein Mietauto beim Flughafen San Francisco und fuhr danach durch das Silikon Valley weiter nach Süden. Dabei machte ich noch einen Abstecher zum Hauptsitz von Goggle. Übernachtet habe ich in einem Motel im Ort Taft. Hier leben die Leute vor allem vom Erdöl. In den letzten Jahren eher schlecht was man auch an den Preisen sieht. Die sind tiefer hier. Stundenlang fährt man durch Gebiete voller Ölförderpumpen, Rohrleitungen und grosse Lagertanks. Nicht wirklich einladend. 

An diesen Felsen sieht man noch gut wie sich die Mammuts kratzten. Die Felsen sind teilweise ganz abgeschliffen und das komme von den Mammut die früher vor langer Zeit hier lebten.

Goggle Hauptsitz mit vielen Velos für die Fortbewegung innerhalb des grossen Geländes.

So sieht die Landschaft auf vielen km Länge aus. Nördlich von Taft und Los Angeles im Landesinnern.

96.Tag  Grillieren auf amerikanisch  3.7. 

Am Morgen machten wir eine Wanderung in der Nähe von Sea Ranch. In dieser Gegend wechselt Wald, Grasland und Buschland recht oft und da Dale recht viel über Fauna und Flora weiss kamen wir recht langsam vorwärts. Es war jedoch sehr interessant für mich. In dieser Gegend lebten früher auch viele Indianer. Native people. Wie sie hier sagen. Vor allem im Sommer lebten sie an der Küste, da es im Landesinneren viel zu heiss war. Am Abend gingen wir noch grillieren. Wir schleppten ein Unmenge Material in den Wald. Recht interessant waren die Schlammspuren an den Bäumen. Im letzten Winter hatte es so viele Niederschläge wie seit Jahrzehnten nicht mehr. In den Bergen war das dann der Schnee mit dem ich mich herumschlage. 

Grillabend in der Nähe von Sea Ranch.

Die Amerikaner sind sehr vorsichtig und bringen für alles mögliche Plakate an. Hier wurde irgendwann ein Puma gesichtet. Im Taminatal käme es niemanden in den Sinn die Leute zu warnen sie sollen nie allein herumlaufen da es ein Wolfsrudel gibt.

95.Tag  Anderson Valley 2.7.

In Kalifornien hat es neben viel Schnee (Jedenfalls dieses Jahr) auch viel Sonne. Heute hat Dale eine Weindegustations Tour organisiert. In der Nähe von Mendocino im Anderson Valley. Eine sehr schöne Gegend mit gutem Wein. Meistens aus den Traubensorten Pino noir und Pino gris. Ich hoffe ich habe das richtig geschrieben. Also von einem Winzer zum nächsten und so tun als verstehe man etwas. Ich trinke wirklich gerne ein Glas Wein bin aber kein Spezialist mit all den Fachausdrücken. Ich denke das Marketing machen die hier wirklich gut. Der Wein selber ist sicher nicht besser als bei uns. Jedoch oft mit mehr Alkohol % als bei uns. 

Das Anderson Valley. Eine schöne Gegend. Viel Wein und Most.

94.Tag  Point Arena 1.7.

Den Zmorgä gab es bei den two Fish. Im alten Lebensmittelladen in Sea Ranch. Heute habe ich nach langer Zeit wieder einmal etwas am elektrischen repariert. Ich mach das heute noch gerne. Das ist mein Beruf. Mit Werkzeug und Messgerät arbeiten. Neben dem Laden wo wir das Material einkauften war auch die Feuerwehr. So habe ich auch dort noch kurz einen Besuch gemacht. Ich habe Ihnen zum Abschied noch viele ungefährliche Einsätze gewünscht und prompt hatten sie am Nachmittag einen Strassenrettungseinsatz. Heute Nachmittag war ich dann auf einer Kanutour anstatt auf dem Trail. Dale und ich paddelten ein paar Stunden auf dem Gualala River der zeitweise genau auf der San Andreas Verwerfung verläuft. Zur Abwechslung Arbeit für die Arme anstatt für die Beine. Am Abend sah ich dann noch ein riesiges Feuerwerk in Point Arena am Meer. Eigentlich ist erst am 4.Juli Nationalfeiertag in den USA. Da an diesem Termin der Feuerwerker viel zu teuer sei, feiert die kleine Gemeinde Point Arena halt am 1.Juli. Kein Problem. Die Amerikaner sind da recht praktisch veranlagt. 

Feuerwerk in Point Arena

Diese Leute haben sich für eine Hippie Parade am folgenden Tag vorbereitet.

Gualala River

93.Tag  nach Gualala 30.6.

Ich wollte weiter, früh am Morgen brachte mich Catherine zu einem Startpunkt für den Trail. Das Morgenessen war im Auto. Es gab hartgesottene Eier und manches mehr. Ich war wirklich froh als wir am Ziel waren. Sie zerbrach die Eierschale auf dem Armaturenbrett und schälte auch noch die Eier. Alles in voller Fahrt auf einer kurvigen Landstrasse. Am Nachmittag kam ich dann in die Ortschaft Gualala. Dort traf ich auch Dale. Zusammen liefen wir die letzten 5 Meilen zu seinem Ferienhaus. Welch ein Kontrast. Heute morgen in diesem kleinen Haus mitten im Wald. Nicht dreckig aber viel zu viel Zeugs im und ums Haus und jetzt ein riesiges Ferienhaus alles sehr ordentlich. Direkt am Meer. Unterwegs sahen wir viele Robben am Ufer und auch im Wasser. Für das Nachtessen gingen wir zu einem alten Lebensmittelladen. Erbaut 1868. jetzt haben sie dort ein wenig Lebensmittel und sehr gute Pizzas. Ich wollte weiter, früh am Morgen brachte mich Catherine zu einem Startpunkt für den Trail. Das Morgenessen war im Auto. Es gab hartgesottene Eier und manches mehr. Ich war wirklich froh als wir am Ziel waren. Sie zerbrach die Eierschale auf dem Armaturenbrett und schälte auch noch die Eier. Alles in voller Fahrt auf einer kurvigen Landstrasse. Am Nachmittag kam ich dann in die Ortschaft Gualala. Dort traf ich auch Dale. Zusammen liefen wir die letzten 5 Meilen zu seinem Ferienhaus. Welch ein Kontrast. Heute morgen in diesem kleinen Haus mitten im Wald. Nicht dreckig aber viel zu viel Zeugs im und ums Haus und jetzt ein riesiges Ferienhaus alles sehr ordentlich. Direkt am Meer. Unterwegs sahen wir viele Robben am Ufer und auch im Wasser. Für das Nachtessen gingen wir zu einem alten Lebensmittelladen. Erbaut 1868. jetzt haben sie dort diverse Lebensmittel und sehr gute Pizzas. 

Der Treffpunkt für die Leute von Sea Ranch

Lebensmittel und gutes Essen bei den two fishs.

Robben am Strand neben dem Wanderweg.